Au Vieux Port

Dem Leibhaftigen ein Schnippchen schlagen. Nicht mehr mit ihm gemeinsame Sache machen, lachend die Zähne blecken und sich langsam wegdrehen.

Seinen kalten Hass im Nacken spüren und schreiten, erhobenen Kopfes, die von Wühlarbeit schrundigen Hände in den Taschen und dem Antlitz eines Grande.

Fröhlich Le Temps de Cerises trällern, an Apollinaire denken und an die Tage im Mai.

Der ausgemergelten Hirnhure Rosen schenken, jede Falte damit bedecken und ihre glücklichen Augen sehen beim Anblick der Freier, die wieder um sie buhlen.

Einen Diabolo Menthe zum Gruß erheben, während der Mistral die Röcke über die Canebière in sein Azur zieht.

Aus einer Wonne trinken und Liebe leben, Symphonien lauschen und dem pendelnden Schoß Millionen von Leben in die Wiege legen.

Erich Meier

Published in: on Oktober 18, 2007 at 5:28  Schreibe einen Kommentar  
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