Tiden-Pantum

Wie Salz das gerne Wasser zieht
Sitzt du ganz dicht vor mir
Dein Mund mein Forschungsschutzgebiet
Schon schmecke ich nach dir

Sitzt du ganz dicht vor mir
Dann denke ich ans Meer
Schon schmecke ich nach dir
Trink mich aus mach mich leer

Dann denke ich ans Meer
Sei Schaum der meine Lippen netzt
Trink mich aus mach mich leer
Die Zungen schon so abgewetzt

Sei Schaum der meine Lippen netzt
Dein Mund mein Forschungsschutzgebiet
Die Zungen schon so abgewetzt
Im Salz das gerne Wasser zieht.

Jörg Wiedemann

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Published in: on März 16, 2012 at 6:54  Comments (4)  
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Nach dem Flirt

Was machst du jetzt wohl?
Liegst vielleicht wie ich
noch wach / fandst den Abend
ganz nett – oder mehr?
Leicht angeheitert
wachträumst du von mir…

: verliebt! – oder doch
nur etwas wärmer als kühl?
Nur ein Abend lang
reizendes Spiel?

Dein Lächeln jedenfalls –
Ach! Was bild‘ ich mir ein!
Es war wohl nicht mehr
als freundlich und allgemein
und nur aus Eitelkeit,
dieser Angst,
austauschbar zu sein,
träum ich dich in mich hinein
als hättest du wirklich
mit jenem Lächeln
nur mich gemeint

wf

Published in: on Februar 5, 2008 at 12:55  Comments (2)  
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Der Kuss der Muse

Erotische Geschichte aus der Midlife-Crisis
– eine motivisch-szenische Parodie


Anna war eigentlich keine Frau, die ein Model-Agent in seinen Katalog aufnehmen würde. Dazu war ihr Gesicht zu flächig, breit, ihre Nase zu groß und ihre Figur etwas zu barock.
Aber unter ihren langen, kastanienfarbenen Locken lag dieses dunkelgrüne Augenpaar, das mich in sie hineinzog wie einen erhitzten Bergsteiger der Labsal verheißende See am Wegrand.
Und ihr volllippiger Mund erregte meine Phantasien in unzähligen Nächten; sogar wenn, wie selten auch immer, ein anderes Weibchen in mein Bett geschlüpft war.
Am meisten erstaunt aber war ich über Annas Art, sich zu bewegen: Trotz ihrer erwähnten Fülle hatte ihr Gang die laszive Geschmeidigkeit einer Striptänzerin, ihre Arm- und Kopfbewegungen waren wie bei einer ausgeklügelten Choreographie fein aufeinander abgestimmt und zogen immer wieder meine Aufmerksamkeit wie ein seltenes Naturschauspiel an. Meine Faszination war ihr sicher nicht verborgen geblieben, auch wenn ich mir alle Mühe gab, sie nur durch den Vorhang der Verstohlenheit anzudeuten.

***

Während meines Musikstudiums in dieser Stadt hatte ich öfter in dem Lokal, das Anna zusammen mit ihrem damaligen Partner betrieb, am Klavier gesessen, um mir ein paar Mark zu verdienen. Mehrmals hatte ich dafür schon lukrativere Jobs abgelehnt. Was ich Anna natürlich nicht sagte.
Denn außer der geringen Gage profitierte ich viel mehr von der Inspiration, die Anna auf mein Spiel ausübte.
Mein Anschlag wurde sicher und weich, meine Improvisationen in sich rund, wenn ich ihren Blick spürte, ihren vorbeiwehenden Geruch oder, in seltenen Fällen, ihren Händedruck auf meiner Schulter fühlte.
Vor allem aber verdankte ich dieser Inspiration einige Kompositionen, die ich ihr auch an die Ohren schmeichelte.
„Ah, das ist aber hübsch! Kenn‘ ich ja gar nicht, wie heißt das denn?“, hatte sie mich öfter gefragt, worauf ich ihr zwar den jeweiligen Titel nannte, die geheime Ursprungs-Beziehung aber nicht.
Am besten schien ihr „These alluring eyes“ zu gefallen, das ich wegen der harmonischen Spannung und der klaren, eingängigen Melodiebögen für mein stärkstes Stück hielt. Auch wenn der Kitsch mit einer leisen Drohung am Gehörgang lauerte.

So verbrachte ich Monate in meiner ungestillten Begierde und feilte immer wieder an weiteren Feinheiten ihrer Stücke, um ihr damit, wenigstens heimlich, nahe zu sein und Liebesgaben zu erweisen.

***

Als meine Refendarzeit begann, wurde ich an zwei weiter entfernte Orte versetzt, und hatte danach das Glück, an einem musischen Gymnasium als Studienrat unterzukommen. Meine Vita schien sich in geordnetere Bahnen zu bewegen.
Ich war auch mehrmals in Versuchung, einen Familienstand zu gründen. Doch immer wieder fiel Annas Schatten über meine Versuche emotionaler Annäherung an eine der Frauen, die mich wegen meiner behenden Finger bewunderten und mir recht offensichtlich mit der Einräumung gewisser Chancen eine Komplettmöblierung anboten.

Ein paar unwichtige Bettgeschichten, Abende beim Italiener, Party-Smalltalk und kreative Arbeiten als Begleit- und Studiopianist verschiedener Jazz-Combos (in denen ich Annas Themen zum Gefallen der anderen Musiker einbringen konnte) sind mir aus diesen Jahren in Erinnerung geblieben.

***

Irgendwann hat mich der Zufallsgenerator des Lebens ausgerechnet wieder in die Stadt, in der Anna ihr Lokal betrieben hatte, verschlagen – als Co-Rektor des dortigen musischen Gymnasiums. Also bezog ich Wohnung und ganz vorsichtig wieder ein wenig Hoffnung – ließ doch meine Stellung, mein Junggesellendasein und meine Bereitschaft, mich Anna endlich zu offenbaren, ein Fünkchen Mut erglimmen.
Obwohl in meinen Gedanken längst wieder ganz bei Anna, mied ich doch wochenlang ihre Kneipe (gab’s die überhaupt noch?) oder ein Telefonat. Der Zustand von Unsicherheit und Vorfreude hielt mich öfter schlaflos, fügte aber dieser Zeit der Einarbeitung in einen neuen Lebensabschnitt eine wohltönende Note hinzu.

***

Eines Abends beschloss ich mit dem Mut mehrerer Cognacs im Hirn, Anna wiederzusehen, spielte mich warm auf der Tastatur, kleidete ich mich lässig wie vor vielen Jahren und schlenderte zu Anna’s Lokal. Mein Herz hüpfte bei jedem Schritt auf und ab, als ob es seine Arbeit auf diesem so lange gescheuten Weg für ein ganzes Menschenleben erledigen wollte.

Als ich vor der Tür des Lokals stand, über dem immer noch in Leuchtbuchstaben „ANNA’S“ flimmerte, spürte ich aufgrund der nachlassenden Wirkung des Cognacs diesen medizinisch noch ungeklärten, plötzlich auftretenden Druck in der Körpermitte und zögerte einen Moment, die einst und auch jetzt wieder so aufregende Messing-Türklinke zu drücken.
Das Problem erledigte sich aber von allein, als die Tür von zwei Gästen des Lokals von innen her aufgedrückt wurde, ich einen kleinen Rempler eines der beiden offensichtlich Angetrunkenen abbekam „Tschuldigung!“ und freien Blick ins Lokal hatte.
Anna stand mit einem Serviertablett an einem Tisch, smalltalkte wie eh, lachte und glitt dann genau wie vor vielen Jahren mit gleicher lasziver Lässigkeit in ihr Thekenreich zurück.
Ich betrat das Lokal, hatte nur wenige Blicke für die Gäste an den Tischen, wohl aber ein aufmerksames Ohr für die wunderbar melancholischen Töne, die ein junger Mann aus dem immer noch am selben Platz stehenden Klavier zauberte.
Ich musterte ihn im Vorübergehen, verstohlen, eben darum aber umso genauer und mir fiel sofort auf, dass die Sensibilität seines Spiels mit seiner Erscheinung übereinstimmte. Ein junger Farbiger, nicht zu dunkel, Mischling – und Schönling. Der Blues seiner Töne spiegelte sich in seinem Gesicht wieder, die zartgliedrigen Hände hätten bis auf die Farbe meine eigenen sein können, und seine Augen wanderten Anna immer wieder hinterher. Verdammt offensichtlich.

Mir schien, dass Anna die Jahre nichts angetan hätten – so genau entsprach ihre Erscheinung, ihr Gesicht, dem Bild meiner Erinnerung.
Sie erkannte mich, als ich an der Theke Platz nahm, nicht sofort, „Was hätten Sie gern?“. Doch das hatte ich auch nicht erwartet, da im Gegensatz zu ihr mich die Zeit äußerlich verändert hatte. Eine Brille war nötig geworden und die Grautönung meiner Haare wies auf die Überschreitung der statistischen Lebensmitte hin.
„Ein Pils, bitte!“
Und als sie es vor mich hinstellte: „Mein Gott, Harry! Dich gibt’s auch noch. Was machst’n jetzt, verdammt lang nicht geseh’n…“ und sie wies ihre Bedienung an, die nur halbvolle Kneipe vorübergehend allein zu schmeißen.

Anna und ich unterhielten uns über die Dinge, die uns beiden in den letzten Jahren so an die Köpfe und Herzen gestoßen waren – und bei alledem traute ich mich nicht, mit der Wahrheit herauszurücken, dass ich sie liebte und diese Musik damals für sie geschrieben hatte und dass ich eigentlich gekommen war, um ihr all das zu sagen und das GANZE DING mit ihr wollte…

Sie erzählte mir, dass sie in all den Jahren immer wieder Musikstudenten am Klavier hatte, von ihrem damaligen Partner längst getrennt lebe, bald mit der Kneipe aufhören wolle und zu einer griechischen Freundin, die früher im Lokal bedient hatte, auswandern werde.

Der junge Farbige am Klavier spielte wunderbar, er untermalte unser Gespräch mit seiner Lyrik, zauberte Standards in Vollendung und ließ es sich nicht nehmen, zweimal eine Komposition für Anna anzusagen.
Sie wandte beide Mal den Kopf zu ihm, lächelte ihn an und schien mir dabei so gelassen, wie nur eine Muse sein kann, die sich ihrer Wirkung auf den Künstler sicher ist.

Als der Pianist eine Pause machte, setzte er sich zu uns an die Theke. Anna stellte uns lächelnd einander vor. Er heiße André, stamme aus der Dominikanischen Republik, studiere am selben Konservatorium Musik wie ich damals und er wohne hier bei ihr.
Dann bat Anna mich, auch ein paar Takte zum Besten zu geben, „These alluring eyes“ wenigstens.
Ich war sehr überrascht, dass sie sich noch an den Titel erinnerte, freute mich aber über die Einladung und nahm nach einem kurzem Blick des Einverständnisnehmens mit André am Klavier Platz.
Eine Aufforderung aus Annas Bergseen zerriss den gordischen Knoten der jahrelangen Unaufrichtigkeit und bar jeder Nervosität, hörte ich mich selbst wie ein fremder Moderator zu den Gästen sagen:
„Hallo zusammen! Ich freue mich, nach vielen Jahren wieder mal an diesem Klavier zu sitzen und für Sie und Anna ein paar Stücke spielen zu dürfen, die ich vor langer Zeit für die Chefin des Hauses komponiert hatte.“
Endlich war es heraus, das Teufelsteil! – und während des kurzen Beifalls der wenigen noch verbliebenen Gäste entging mir nicht, dass Annass Gesicht sich in ein Relief verwandelt hatte und ihre Augen starr auf irgendeinen Punkt hinter mir an der Wand gerichtet waren.
Dann begann ich zu spielen, länger als eine halbe Stunde die Stücke für Anna, ineinander als Potpourri verwoben, und versank in sie, in meine Gefühlswelt, die sich aus ihrer Vergangenheit in das Jetzt übertrug.
Es gab freundlichen Applaus und Zugaberufe, worauf ich André mit ans Klavier bat, um noch einige Jazz-Standards vierhändig zu spielen. Wir hatten sofort die Übereinstimmung im Groove, lächelten uns öfter mal an und ich empfand Spaß beim Spiel wie seit Langem nicht mehr.
Danach hatten André und ich an der Theke Gelegenheit, um bei den von den Gästen spendierten Drinks über Musik und das Leben halt so oder haltlos zu quatschen.
Anna nahm zwischendurch den restlichen Gästen die Zeche ab und schloß hinter dem Letzten die Lokaltür.
Ob ich noch auf ein Glas, auf die alten Zeiten, mit nach oben kommen wolle, fragte Anna.
In ihrem über dem Lokal liegenden Wohnzimmer goss sie uns drei Gläser Wein ein und verschwand für einige Minuten ins Bad.
André und ich prosteten uns auf das gelungene Spiel zu „Let’s swing together again!“ und er lehnte sich lässig in seinen Sessel zurück, während ich noch etwas unruhig auf dem Sofa saß und den geschmackvoll, in fernöstlichem Stil gehaltenen Raum betrachtete.

Als Anna zurückkam, trug sie einen hellen Seiden-Kimono, setze sich neben mich, legte mir eine Hand auf meinen Schenkel und sagte, wie mir vorkam, mit leicht spöttischem Tonfall:
„Mark, ich wusste schon immer, dass du diese Stücke für mich geschrieben hattest. Aber ich habe immer darauf gewartet, dass du den Mut aufbringst, es mir zu sagen.“
Bevor ich eine, wahrscheinlich sehr verlegene und verworrene Antwort herausbringen konnte, küsste sie mich kurz auf den Mund und drückte mich sanft in Schräglage. Dann öffnete sie lässig meine Jeans und zog sie etwas nach unten, ihren Blick in meinen verhakt.
Sie begann, mein steifes Glied mit ihren Händen sanft zu massieren und umfasste es erst mit ihren warmen kräftigen Lippen, als André ihr den Kimono hochschob und mit einem sanften Rhythmus von hinten in sie eindrang. Ich schloss benommen die Augen und ließ mich in den Groove hineingleiten, den André durch Annas Körper und Lippen auf mich übertrug.

Nach einem zeitlosen Gleitflug begann Annas Körper sich wie eine Schlange zu winden, sie bäumte sich auf „Ja, ja, jetzt!“ und biss dann sanft in mein Glied. André und ich explodierten gleichzeitig.
Dann blieben wir, ineinander verknäult, lange wortlos liegen.
Ich genoss es, Annas warmen, weichen Körper an meinem zu spüren, die Sehnsucht all der Jahre erfüllt zu bekommen, bis Anna sich aus unser beider Umklammerung löste, mich, wie bei einem freundschaftlichen Abschied, auf die Wangen küsste und dann in ihr Schlafzimmer verschwand.

André und ich sahen uns einen Moment etwas verlegen an, dann lächelte er, prostete mir mit dem restlichen Schluck Wein zu „Good groove again!“ und folgte Anna in ihr Zimmer.
Etwas ratlos brachte ich meine Kleider in Ordnung, zog die CD mit Annas Stücken nebst Widmung aus der Jackentasche, legte sie auf den Tisch und bewegte mich wie in Trance zum nächsten Taxistand, da meine Knie zu weich waren, um den ganzen Heimweg mein immer noch vibrierendes Herz zu tragen.

***

In den folgenden Wochen lief ich wie auf einer Schmalspurbahn durch meine beruflichen Verpflichtungen, rein mechanisch, Gedanken nur bei Anna und André. Ich traute mich nicht in ihre Bar oder sie anzurufen – eine Mischung aus Glück, Scham und Hoffnung ließ mich ihren Anruf erwarten.
Doch nach bald zwei Monaten, nachdem sich meine Erwartungshaltung nicht erfüllte, kramte ich aus der Zauberkiste der Gefühle einen Rest Mut und ging in die Kneipe.

Über dem Eingang flimmerte „Piano-Bar“ und als ich das Lokal betrat, sah und hörte ich André am Klavier.
An der Theke wurde ich von einer jungen schwarzen Schönheit bedient, und als André mich sah, unterbrach er sein Spiel und setzte sich zu mir.
„Anna has gone to Greece!“, war seine lächelnde Begrüßung. Dann erzählte er mir, dass sie drei Tage nach unserem Zusammensein ihre Sachen gepackt habe und mit ihrem Kleinbus abgereist sei, um auf irgendeiner griechischen Insel eine Musikkneipe zu eröffnen. Er hätte weder Telefonnummer noch Adresse von ihr, wohl aber meine von Anna zurückgelassene CD.
Nachdem er mich noch aufgeklärt hatte, dass die kleine Schwarze seine Schwester und jetzt Pächterin des Lokals sei, setzten wir uns ans Klavier, warfen uns vierhändig den Blues zu und betranken uns danach fürchterlich.

***

Das liegt nun auch schon wieder über vier Jahre zurück, mit André bin ich immer noch gut befreundet, wir spielen auch öfter zusammen.
Seit kurzem bin ich mit einer Lehrerkollegin liiert, mit der ich mich gut verstehe. Vielleicht liebt sie mich sogar.
Aber jedes Jahr mache ich für drei Wochen allein Urlaub auf verschiedenen griechischen Inseln. Und davon gibt’s verdammt viele…

© wf/ Berliner Zimmer/ ZEITschrift No. 97 (Wien)
( Vassiliki – Oktober 1999)

– auch im ebook „Von Küssen & Musen“

Schad um den Kas

(Romantischer Schmäh an bairischem Weibsbild)

Hätte per Hand
den Käse vom Mond
für dich abgerieben,

den Prinzen gelanzt
aus deinen Träumen,

himmelbettjauchzend dein Quellchen
bezüngelt auf Almen der Lust
wildes Stierchen gespielt

dass die Hügel erzittern…

Doch du sagtest schon vorher:
„I mog doch koan Kas!“

wf

Published in: on September 1, 2007 at 2:32  Schreibe einen Kommentar  
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lieb-liches

Zum Wesen der Liebe gehört die Kritik – umgekehrt gilt das nicht immer…

wf


Erstaunlich: Herzen haben keinen Verstand und können sich dennoch irren.

wf


Das Gefährlichste an Liebesbriefen ist die Narr-Kose für’s Herz.

wf


Liebe und Anarchie sind die Schmiermittel der Kreativität

wf


Verliebtheit ist die einzige gesellschaftlich akzeptierte Psychose.

wf


Wenn der biochemische Prozess der Verliebtheit abgefackelt ist, geht es ans Eingemachte – das Herz…

wf


Vertane Chancen entpuppen sich manchmal als die am besten verzinsten Anlagen.

wf


Schade, daß sich Herzkaspar bei fast jedem Spiel
in den Schwarzen Peter verwandelt…

wf


Sie zieht eine gewisse Sorte Männer an wie ein Kuhfladen die Schmeissfliegen.

wf


Besser eine hat Haare auf den Zähnen als Fusseln am Maul.

wf


Der Mann hat zwei Herzkammern, die er versucht, möglichst interessant auszustaffieren.
Die Frau hat entweder eine oder ein Dutzend und mehr…

wf


Das weibliche Pendant zum „womanizer“ heißt im Deutschen „Luder“.

wf

Wenn das Luder Torschlusspanik kriegt, interessiert es sich für Hinz und Kunz – aber so heiß‘ ich nun mal nicht….


‚Gut geklammert ist halb gehalten‘, dachte sie und übersah dabei, daß sie ihre Krallen in eine perforierte Stelle seines Herzens geschlagen hatte.

wf


(Nur für Jungs)
Sobald mehr als zwei Frauen in eines Mannes Namen versammelt sind:
– hoffe nur, dass es nicht deiner ist.

wf


Sie fand ihn süß, er sie putzig – und so reichte es auch für ein Puppenhäuschen.

wf


Lebensabschnittspartner:
Beim Abschluss des Leasing-Vertrages schon wissen, dass man sich gelegentlich doch für ein anderes, attraktiveres Modell entscheiden wird.

wf


Manche Frauen werden nur gar, wenn man sie lange bei geringer Hitze köchelt.

wf


Auch wenn beide Motoren schön rund schnurren, heißt das noch nicht, daß die Kiste irgendwann abhebt.

wf


Mein heißes Herz ist an einen Eisberg gestossen und dabei verdampft.

wf


Wer lange Zeit auf Sex verzichtet (aus welchen Gründen auch immer), sollte zumindest versuchen, seine anderen kreativen Lebensäußerungen möglichst geil zu gestalten:
Literatur, Musik, Schach…

wf


Mein Herz ist so heiß, daß ich mich selber ständig dran verbrenn‘.

wf


Es ist schön, mehrere Zauberfrauen zu kennen. Und es ist ebenso schön zu wissen, daß diese Zauberfrauen mehrere Zaubermänner kennen.

wf


Manche hat sich mit Tricksen und Täuschen huschhusch selbst von der Bühne gezaubert.

wf


Wenn du versuchst, einen schon gegangenen Weg rückwärts zu beschreiten, kommst du schnell ins Stolpern.

wf


Eine gute Beziehung
steht oder fällt mit dem
ähnlichen Sinn für
böse Satire.

wf


Bei einem Skat mit drei Damen kann man sich leicht überreizen.

wf


vierdimensional
Ich wollte,
daß du glaubst,
ich würde glauben,
daß du was von mir wolltest.

wf


’n Fetzen Seele hätt‘ ich gern noch riskiert…

wf


Sehr häufig und sehr gefährlich:
Sich in Frauen zu verlieben wegen ihrer spürbaren Kraft, mit Einsamkeit zurechtzukommen.

wf


Auch wenn’s dem Bäcker wohl ums Herz ist, muß er nicht die ganze Welt versemmeln.

wf


Sie gehört zu der Art Frauen, die nicht einmal „Hallo“ sagen würden, wenn wir uns zufällig auf dem Mond begegneten…

wf


An Mißverständnissen in Liebesdingen sind meistens nicht die Texte schuld, sondern die Lese- und Hörfehler.

wf


Wer glaubt, die Liebeserklärung einer Frau zurückweisen zu können, muß mindestens ein Panzerkreuzer sein, um die folgenden Torpedos heil zu überstehen.

wf


Bei unvorhergesehen hereinbrechenden Luftangriffen (schlechtes Radar?) nützt es dir auch nichts mehr, ein Panzerkreuzer zu sein.
(Kannst nur hoffen, daß du nicht mit Mann und Maus untergehst und wenigstens ein Beiboot findest…)

wf


Wie im Schach ist auch im Liebeskampf die Drohung stärker als die Ausführung.

wf


Wenn eine Beziehung zur Hängepartie wird, ist sie noch lange nicht verloren.

wf


Wenn mehrere Damen gleichzeitig versuchen, einen einsamen König matt zu setzen, ist die Gefahr einer Patt-Situation voraussehbar.

wf


Simultan-Schach kann öde sein, wenn man(n) längere Zeit in keiner einzigen Partie zum Zug kommt.

wf


Das sensibelste und anspruchsvollste Flußlebewesen ist der Krebs: stets braucht er klares Wasser, eine abwechslungsreiche Umgebung für seine empfindsamen Fühler und für den Fall, daß zum falschen Zeitpunkt sich ein Weibchen ihm nähert, eine Steinhöhle zum Rückzug.

wf


Mit der Dauer einer Beziehung wächst nicht nur die Anzahl der Rituale, sondern auch der Rostbelag an den Waffen.

wf


Wer den Unterschied zwischen Zärtlichkeit und Zartheit nicht kennt, sollte über die Liebe keine großen Worte machen.
Und sich am besten gar nicht erst Verlieben.

wf


Auch die Katholische Kirche muß ihre Dogmen jetzt langsam umformulieren, etwa: Wer zuviel Cyber-Sex hatte, den erwartet das virtuelle Fegefeuer.

wf


Bei ihren Worten von Liebe wurden ihre Augen so groß, daß ich darin die Bildschirmschoner Einfamilienhaus, Kinderschar und Stapel von Banknoten flimmern sah.

wf.


Sie hatte gerade den Klammeraffen-Käfig über uns gestülpt und nippte zufrieden an ihrem Weinglas.
Glücklicherweise hatte sie vergessen, die Käfigtür zu verriegeln.

wf


Ein langer Blickkontakt kann ein sicheres Zeichen sein.
Für Betrunkenheit.

wf


Der Schnee von heute ist der Matsch von morgen.

wf


Wer sich auf ein scheinbar verlassenes Liebes-Schlachtfeld wagt, braucht sich über noch herumliegende Tellerminen nicht zu wundern.

wf


Manche Frau interessiert sich für Männer wegen der möglichen Erweiterung.
Doch nicht etwa ihres Horizonts oder ihrer Persönlichkeit, sondern ihrer Devotionaliensammlung.

wf


Die meisten Verletzungen fügen sich die Menschen nicht mit Vorsatz zu, sondern durch Mißverständnisse.

wf


Lieber Sex nach Sekt als Text für Ex…

wf


Wenn du weißt, welche Musik die Leute hören, weißt du auch, wie sie ficken.
Immerhin taugen „Bolero“ und „Je t’aime“ grad noch so, die Weiterführung der Evolution zu ermöglichen …

wf


Wäre ich ihr Arschloch, müßte ich mich wohl öfter darüber wundern, wieviel unverdautes Zeug durch mich hindurchgepresst wird.

wf


Es ist nicht so unhöflich, wie allgemein angenommen, eine Frau im Regen stehen zu lassen – wenn du ihr deinen Schirm gibst und selber nass von Dannen schleichst.

wf


Männer sind in ihren Beziehungen zu Frauen immer die Unterlegenen. Physisch und psychisch haben sie einfach nicht die Potenz, um ihr latent selbstverlogenes Ego gegenüber der biologischen Umtriebigkeit (weil Notwendigkeit) der Frauen zu behaupten.

wf


Der Abstand der Erinnerung macht die Farben weicher.

wf


Liebe ist das bewußte Leben in den Prozessen, die die eigene Entwicklung und die eines oder mehrerer anderer Menschen fördern.

wf (frei nach A. W.-Sch.)


Die göttliche Idee der Liebe ist die Zwillingsschwester der Freiheit.

wf (frei nach J.G.Fichte)